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in Sardinien


Sardinien


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  Natur und Umwelt

CAPO TEULADA

An der Südküste Sardiniens gelegen ist Capo Teulada mit Porto Pino sicherlich eine der schönsten Küstenlandschaften der Insel.
Das Kap ist etwa 40 Meter hoch, besteht aus dunkelgrauem Kalkgestein und ist mit Sandgestein bedeckt. Die darauf wachsende Vegetation weist Aleppokiefern, Scharlacheichen und zwei verschiedene Wacholderarten auf. Die den Wind zugewandte Seite wird von einer üppigen Macchia bewachsen und setzt sich aus Fillirea, Rosmarin und Zistrosen zusammen. Außerdem kann man die seltene Jerichorose und den Meerlavendel finden. Der etwa 70 Meter breite Strand trennt das Meer von den Salzwasserseen, die Lebensraum für zahlreiche Wasservögelarten sind, wie z.B. Flamingos, Stelzenläufer, Säbelschnäbler oder sogar die sehr seltenen Sumpfohreulen.
Der sehr feine und weiße Sand wird vom Wind zu großen Dünen aufgehäuft, die teilweise eine Höhe von 30 Metern erreichen können.
Schon einige Male wurden am Strand Meeresschildkröten beobachtet. Es scheint, als hätten sie diesen Strand zur Eiablage ausgewählt.
Das ganze Gebiet ist inzwischen als Naturschutzreservat eingestuft und hat bisher nicht unter Zerstörung leiden müssen, da es außerdem noch militärisches Sperrgebiet ist.

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COSTA REI

Dieser Küstenabschnitt, der sich von Salto di Quirra bis zur Costa Rei erstreckt, ist sehr gleichmäßig und weist nur wenige Erhebungen auf; die höchste davon ist der Passo Genna Arrela mit 83 Metern.
Die Landschaft fällt seicht gegen das Meer ab und so öffnen sich zahlreiche Strände, die fast eine einheitliche Linie bilden. Hier gibt es auch beachtliche Strukturen für den Fremdenverkehr. Das Hinterland wird landwirtschaftlich genutzt und fast ausschließlich mit Zitrusfrüchten bebaut.
Besonders interessant ist die Küstenlandschaft an der Mündung des Flumendosa. Der Strand hat sich dort auf einer parallel zur Insel verlaufenden Landzunge ausgebildet, die von einer Seite vom Fluß- von der anderen Seite vom Meerwasser umspült wird. In diesem Gebiet befinden sich die Reste der Schlösser von Quirra und Gibas, sowie einige aufgegebene Bergwerke.

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GIARA DI GESTURI

Der Name Giara von Gesturi ist ein wenig irreführend, da sich die Giara auf dem Gebiet der Provinzen von Cagliari, Nuoro und Oristano ausdehnt. Die 12.000 Hektar des weitläufigen Hochplateaus berühren die Gemeinden von Gesturi, Tuili, Setzu, Genuri, Sini, Gonnosnò, Albagiara, Assolo und Genoni.
Der beste Zugang zur Hochebene führt aber ohne Zweifel über eine Straße von Gesturi aus zur Nuraghe Bruncu Madili.
Auf der Giara gibt es sogenannte Pauli, Moore unterschiedlicher Größe, die sich durch stehendes Regenwasser in den weiten Bodensenkungen vulkanischen Ursprungs gebildet haben. Von den zwei größten Moore, die sogenannten Paulis maiori, befindet sich das eine innerhalb der Gemeinde von Genoni; das andere in der von Tuili. Die zahlreichen kleinen Quellen schützen das Gebiet vor dem sommerlichen Austrocknen.
Die Fauna ist sehr vielfältig: hier finden sich Fuchs, Igel, Marder, Bussard, Turmfalke, Eichelhäher, Rebhuhn und Wiedehopf. Aber die Art von größter Bedeutung sind die hier lebenden arabisch-sardischen Wildpferde, die auf der ganzen Welt bekannt sind als einzig wildlebende Pferde in Europa. Heute gibt es von den reinrassigen Pferden noch etwa 800 Exemplare.
Sehr bemerkenswert sind auch die vielen hier wachsenden Korkeichen.
Auf dem Plateau gibt es zwei Erhebungen, die Berge Zapparedda (609m.) und Zeppara Manna (580m.), von wo aus man einen Blick auf den Gennargentu und Monte Arci, den Sarcidano und Campidano, die Hügel der Marmilla und der Texenta genießen kann.
In dem ganzen Gebiet befinden sich zahlreiche Nuragen, die möglicherweise zur Verteidigung oder als Wachposten dienten.

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DIE GROTTEN IS ZUDDAS

In der Nähe von Santadi befinden sich die äußerst interessanten Grotten Is Zuddas, die von der Natur in das kambrische Kalkgestein des Monte Meana gegraben wurden. Über den Eingangstollen gelangt man zu einer Reihe von Räumen, die reich an Konkretionen sind. Der erste ist die Säulenhalle, benannt nach den zahlreichen Stalaktiten und Stalakmiten. Über einen natürlichen Stollen gelangt man dann in den Orgelraum, der seinen Namen wegen der an Orgelpfeifen erinnernden Säulen trägt. Auf dem Boden und an den Wänden haben sich Aragoniten in Korallen- oder Nadelform gebildet. Der dritte Raum ist der schöne und weite Theatersaal. Im vierten findet man eine nahezu unwirkliche Atmosphäre, die durch die exzentrischen Formen der Aragonite entsteht, die sich an der Gewölbedecke ohne Rücksicht auf die Gesetze der Schwerkraft ausgebildet haben.
Seit einigen Jahren wird im Theatersaal der Grotte die Weihnachtsmesse am 24. Dezember gefeiert.
In der Gegend gibt es auch noch andere schöne Grotten, wie z.B. die Grotte Pirosu, in deren Innern sich eine Kultstätte der Nuraghenkultur befindet. Die Grotten von Campanaccio und die Ziegengrotte (Grotta della Capra) sind aber nur in Begleitung von Grottenführern zugänglich. Geführte Exkursionen unternimmt der SpeleoClub von Santadi.

Verwaltung der Grotten Is Zuddas
Coop. Monte Meana Santadi
Telefon: 0781 95 57 41

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INSEL SAN PIETRO

Die Insel San Pietro ist vulkanischen Ursprungs und besteht aus rotem Trachytgestein und grauem Tuff. Das zum hin abfallende Gelände hat steile Felswände ausgebildet. Die dadurch entstandene unwegsame und rauhe Küstenlandschaft zeichnet sich durch kleine Strände, Klippen, Fjorde und Grotten aus. Die imposanteste unter ihnen heißt Mezzaluna oder Bue Marino.
Im Norden er Insel kann man die alten Fanganlagen für Thunfisch besuchen. Die wichtigsten Anlagen befinden sich jedoch auf der vorgelagerten Insel Piana. Diese Fanganlagen sind restauriert und in ihrer Architektur des 18. Jh. und 19. Jh. vollständig erhalten worden. Heute sind sie für Touristen zugänglich.
Im Innern der Inseln wachsen in ausgedehnten Hain die Aleppokiefern, die einzige hier vertretene Baumart.
Im Fjord Cala Fico und am Capo Sandalo hat die LIPU (italienische Vogelschutzliga) Beobachtungsplätze eingerichtet, um den Nestbau des Wanderfalken beobachten zu können. Lohnenswert ist die Umschiffung der Insel mit dem Boot. So lassen sich am besten ihre Naturschönheiten auch an unzugänglichen Stellen bewundern. Die Boote legen in Carloforte ab.

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PARCO DI MONTE ARCOSU

Der Park des Monte Arcosu umfaßt ein enormes Gebiet von immensem Wert und Interesse. Hier findet man eine der letzten Herden des Cervo Sardo, des sardischen Hirsches. Der Park ist eine der größten Oasen des WWF.
Das 3000 Hektar umfassende Gebiet grenzt an das Gutturumannu-Tal und umschließt den Monto Arcosu, den Gennastrina und die beeindruckende Wand des Monte Lattias. Es gibt eine künstliche Seenlandschaft und zahlreiche Quellen, deren Wasser von dem Waldboden aufgenommen werden.
Das Naturreservat bietet eine artenreiche Flora: Stein- und Korkeichen, die mediterrane Macchia aus Mastix, Mirto, Rosmarin und Zistrosen. Im Guttureddu-Tal finden sich Queller und Erlen und an den Felswänden wachsen Kork- und Steineichen.
Ebenso reich wie die Flora ist die Fauna. Es gibt hier die seltene Art des sardischen Hirschen, Wildkatzen, Marder und Wildschweine. An Vögeln beobachtet man Königsadler, Wanderfalken und Habicht, sowie zahlreiche Waldvögel. Außerdem gibt es hier den Scheibenzüngler, eine Amphibie, die nur auf Sardinien vorkommt, und die sardische Natter, den Schmetterling Papilio Hospiton und den sardischen Schwalbenschwanz.
Die Oase ist das ganze Jahr hindurch geöffnet. Vor einem Besuch empfiehlt es sich, mit der Verwaltung des WWF Sardegna zu telefonieren.
Telefon: 070 67 03 08.

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PARK DER SETTE FRATELLI

Der Park umfaßt ein Gebiet von 60.000 Hektar und umschließt die Gemeinden Quartu Sant'Elena, Quartuccio, Maracalagonis und Castiadas. Er liegt über dem Golf von Cagliari und ist der Lebensraum für Hirsch, Wildschwein, Marder, Wiesel und Königsadler. Hier finden sich Erdbeerbäume und Mastix, Kork- und Steineichen.
Der ideale Weg für einen Besuch von Cagliari aus führt über die S.S. 125 bis zum rechts liegenden Abzweig nach Sant'Isidoro. Von hieraus kann man dann über eine durch Straße in das Wald- und Berggebiet eindringen, zwischen Macchia und den Mandelgärten. An der ersten Brücke kann man das in einem kleinen Tal gelegenen Domus de Janas mit dem Namen Sa Domu'e s'Orca besuchen.
Von hier aus geht es dann weiter bis zur Hochebene Codoleddu. Dort oben kann man dann eine herrliche Aussicht auf die Küste von Geremeas auf der einen Seite und Cagliari auf der anderen Seite genießen.
Fährt man dann die links liegende Straße weiter, kommt man nach dem mitten im Wald liegenden Campu Omu, wo es auch Hirsche gibt. Von der Forestale (Forstamt) wurde ein dem Hirsch gewidmetes Museum eingerichtet, das nach Absprache auch besucht werden kann.

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MOLENTARGIUS-PARK

Der Park breitet sich auf 1.600 Hektar aus und umfaßt die Salzwasserseen im Süden von Cagliari und die von Quartu Sant'Elena und Quartucccio.
Er verdankt seine Entstehung Hunderter von Flamingos, die hier 1993 zum ersten Mal genistet haben.
Mehr als die Hälfte des Gebietes wird von den Salinen eingenommen, während der Strand und Pinienwald vom Poetto 800 Hektar ausmachen. Den Rest bilden Is Arenas und das Feuchtgebiet von Bellarosa Minore und Perdalonga.
Heute lassen sich etwa 200 Vogelarten zählen, von denen einige den Park nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Nistplatz gewählt haben. Unter ihnen finden sich das Purpurhuhn, die Löffelente, der Kuhreiher, der braune Stichler, der Purpurreiher, die Reiherente und, wie schon erwähnt, die Flamingos.

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GOLA DI GORROPPU

Die mitten im Supramonte-Gebiet liegende natürliche Canyon ist der tiefste und unwegsamste von Italien. Der Rio Flumineddu hat im Laufe der Zeit eine enorme Schlucht gegraben, deren steile Felswände an einigen Stellen über 300 Meter hoch sind. Neben der Hauptschlucht gibt es noch viele kleine Schlucht in dem Gebiet, die von dichtem Wald umgeben sind. Man sieht sie erst, wenn man unmittelbar an ihrem Rand steht. Der Fluß, nachdem er den Canyon durchflossen hat, ergießt sich in das Tal von Dorgali und öffnet sich in zahlreiche kleine Seen.
Es ist möglich, den Canyon zu Fuß zu erkunden. Allerdings muß man dabei nicht nur über eine entsprechende Ausrüstung wie Seile und Schlauchboote, sondern auch die nötige Erfahrung verfügen. Das Naturerlebnis lohnt aber auf jeden Fall die Anstrengung. Man kann den Canyon auch von "oben" besuchen, von der Höhe Sedda Arcabbas.
Die Exkursionen in dem Gebiet, das auch eine Nuraghe einschließt, sollten aber im voraus vom Forstamt Nuoro genehmigt werden.

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GOLF VON OROSEI

Der Golf von Orosei ist vielleicht die wildeste Küste Italiens. Seine steil abfallenden Felswände und die nur vom Meer, oder von Land nur mühsam zugänglichen Buchten und Strände mit wunderbar weißem Sand und kristallklarem Wasser, die Höhlen und Grotten - all das macht aus diesem Küstenstreifen ein einmaliges Naturschauspiel.
In der berühmtesten der Grotten, der Bue Marino, lebten bis vor einigen Jahren noch die letzten Exemplare der Mönchsrobbe. Heute lassen sie sich nur noch selten beobachten. Von den wenigen erreichbaren Buchten sind Cala Luna und Cala Gonone zu erwähnen.
Im Rücken des Golfes erhebt sich das Gennargentu-Massiv, dessen Ausläufer jene tiefen Täler bilden, die die Strände abschirmen und die Lebensraum für Nachtigall, gemeinen Bienenfresser und an der unwegsamen Küste für den Eleonorenfalken sind.

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GENNARGENTU-PARK

Der Park umfaßt das Gennargentu-Massiv, den Supramonte, die Ogliastra und die Buchten am Golf von Orosei. Dadurch ist das Gebiet sehr abwechslungsreich.
Das Gebirgsmassiv des Gennargentu besteht aus Schiefer des Paläozoikums, aus dem immer wieder Porphyradern hervortreten. Die Punta La Marmora, zu Ehren des Generals Alberto La Marmora, ist mit 1.834 Metern der höchste Punkt Sardiniens. Die Vegetation dieser wilden und rauhen Gegend reicht von uralten, im Felsen verwurzelten Wachholderbäumen, über Eibe und Stechpalme zu Dornenstrauch und Ginster. Der Supramonte zeichnet sich durch seine dichten Steineichenwälder aus, die früher einmal die ganze Gebirgskette überzogen. Zur Küste geht der Baumbewuchs langsam in mediterrane Macchia über.
In dem Park gibt es Muflons, Wildschweine, Füchse, Wildkatzen, Marder, Siebenschläfer, Rebhühner und Hasen. Die Felsen bieten Lebensraum für Wander- und Turmfalken, für den Königsadler und Bussard. Seltener dagegen sind die früher zahlreichen Geier. Entlang der Küste leben Korsikamöve und Eleonorenfalke.
Schon zu Urzeiten wurde diese Gegend bewohnt und noch heute finden sich Überreste der ersten menschlichen Ansiedlungen. In den Nuraghen Mereu und Ticsali wurden, wie auch in der Grotte Corbeddu bei Oliena, vom Menschen bearbeitete Hirschknochen gefunden, die 13.500 Jahre alt sind.

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MONTE ARCI

Der Monte Arci ist der zweitgrößte Gebirgszug in der Provinz Oristano und vulkanischen Ursprungs. Die geologische Analyse zeigt einen Sockel aus Trachyt, über den eine an Obsidian reiche Basaltlava geflossen ist.
Das Obsidian führte als begehrte Werkstoff dazu, daß die Gegend schon zu Urzeiten bewohnt wurde. Die aus Obsidian hergestellten Gegenstände wurden im ganzen Mittelmeerbecken gefunden.
Trotz schwerwiegender Beschädigungen der Umwelt durch Brände, Wilderer und Bautätigkeiten, gibt es noch immer viele unberührte Stellen, von den man halb Sardinien überblicken kann.
An den Berghängen findet sich eine eher spärliche Vegetation, die sich aber zum Gipfel hin verdichtet. Neben Eichen und Steineichen wachsen Erika, Erdbeerbaum, Zistrose und Mastix.
Auf dem Berg gibt es viele Wildschweine, Füchse und Wildkatzen, aber auch Raben, Krähen, Eichelhäher, Ringeltauben und Wiedehopfe, Habichte, Turmfalken und einige Exemplare des Habichtsadlers. Außerdem wurden hier auch Exemplare der seltenen Zwergtrappe beobachtet. Wie auch in anderen Gebieten der Insel wird auch hier viel für die Aufforstung getan, ebenso für die Neuansiedlung von Damhirsch, Wildkaninchen und Rebhühnern.

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HALBINSEL VON SINIS

Auf der Halbinsel von Sinis befindet sich das zweitgrößte Feuchtzonengebiet Italiens. Es besteht aus unzähligen Salzwasserseen verschiedener Größe und verschiedenen Erscheinungsformen.
Einige davon sind zeitlich beschränkt, wie zum Beispiel beim Sale Porcu: Im Sommer trocknet der Salzwassersee vollständig aus und hinterläßt nur eine dicke Salzkruste. Andere Salzwasserseen sind aber beständig. Der größte von ihnen ist der Cabras-Salzwassersee mit einer Oberfläche von 2.000 Hektar.
Einige dieser Salzwasserseen werden für die Fischzucht verwendet, auch wenn die Produktion aufgrund von Verschmutzung deutlich zurückgegangen ist.
Die zahlreichen Tiere, aber vor allem die vielfältige Vogelwelt machen die Gegend für Ornithologen so wichtig. Hier leben Tausende von Flamingos und Purpurhühner, einige der seltensten Enten, viele verschiedene Möven- und andere Vogelarten.

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ARCHIPEL VON LA MADDALENA

Die im Nordosten Sardiniens gelegene Inselgruppe kann man mir einer Fähre von Palau aus erreichen. Sie zählt zu den schönsten des Mittelmeers. Der einzige bewohnte Ort der Inseln ist La Maddalena, das noch heute so aussieht, wie die typischen sardischen Küstendörfer von Einst.
Wenn das Meer es zuläßt, kann man das Naturparadies der benachbarten Inseln Spargi, Budelli, Razzoli und Santa Maria bewundern. Hier bieten sich weiße Strände mit roten, von Wind und Wasser abgeschliffenen Granitblöcken, kristallklares Wasser in von Felsen geschützten Buchten dem Auge dar. Auf allen Inseln wächst die typische mediterrrane Macchia. Von den Anhöhen aus kann man ein atemberaubendes Panorama genießen. Die Insel Caprera bietet neben ihrer Naturschönheit auch noch einen historisch interessanten Aspekt. Hier befinden sich Grab und Haus von Garibaldi, der auf der Insel seinen Lebensabend verbrachte. Das als Museum umgebaute Haus ist seinem Gedenken gewidmet.

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CAPO CACCIA

Bis vor wenigen Jahren war die Gegend noch ein Paradies für Jäger, jetzt ist sie ein Ausflugsziel für Touristen und Naturkundler geworden. Die Klippe, ein Felsausläufer von 168 Metern Höhe, schließt die weite Bucht von Porto Conte ab.
In der Gegend findet man eine reiche und interessante Vegetation. Auf den Felsen gibt es seltene Pflanzen wie die Centaurea Horrida, den Meeresfenchel, die Zwergpalme und andere. Auch die Tierwelt ist vielfältig, trotz des Verschwinden des sardischen Damhirschen. Es lassen sich Wildtauben, Korsikamöven, Kolkrabe, Wanderfalken und auch Geier beobachten. Im dichten Unterholz ist das sardische Rebhuhn zuhause.
Sehr interessant ist sicherlich auch die eindrucksvolle Karstlandschaft, in der man Einbrüche, Abgründe, Senken und wunderschöne Grotten findet. Unter ihnen befinden sich die Grotta Verde, benannt nach ihren grün schimmernden Wänden, die Grotta dei Ricami und die Grotta di Nettuno. Die letzten beiden sind für Besucher zugänglich und können entweder mit dem Boot von Alghero aus, oder aber zu Fuß über eine in den Felsen gehauene, 656 Stufen lange Treppe (Escala del Cabriol) erreicht werden.
Gegenüber der Klippe, inmitten der blauen See, befindet sich die Insel Foradada.

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INSEL TAVOLARA

Die Insel gehört sicherlich zu dem Eindrucksvollsten, was Sardinien zu bieten hat. Der Olbia gegenüber liegende Kalkfelsen von unregelmäßiger Form ist etwa sechs Kilometer lang und 500 Meter hoch. Obwohl auf der Insel Anzeichen für menschliche Siedlungen entdeckt wurden, die auf das 3. und 4. Jahrtausend v.Chr. zurückgehen, gilt Tavolara erst richtig seit dem letzten Jahrhundert als bewohnt, wenn man einmal von einer kurzen Präsenz der Römer absieht, die die Insel als Nachschubbasis für ihre Schiffe benutzten.
Wind und Wasser haben die Felsoberfläche stark bearbeitet und so Spalten, Grotten, Nischen und Buchten geschaffen. Hier finden Turmfalken, Falken, Kolkraben und andere Vogelarten einen Lebensraum, zusammen mit den zahlreichen Fischarten in den Unterwassergrotten. Früher war die Insel sicherlich auch Lebensgebiet der Mönchsrobe, von der aber schon lange kein Exemplar mehr gesichtet wurde.
Die rauhe Landschaft bietet ihren sandigen Teilen nur für Pionierpflanzen die nötigen Lebensbedingungen. Auf den Felsen wächst die übliche Macchia. In der Nähe der Bocca del Cannone, eine der größeren Felsenspalten, steht ein Wald wilder Olivenbäume.

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L'ASINARA UND STINTINO

Die im Nordwesten Sardiniens gelegene Insel ist durch ihr Hochsichheitsgefängnis zu trauriger Berühmtheit gelangt. Aber eben dieser Umstand hat dazu geführt, daß die Insel all ihre ganze Schönheit behalten konnte und unliebsame Bauspekulationen ferngehalten wurden.
Die Küste ist durch ihre Buchten, Felsspitzen und Strände von einmaliger Harmonie gekennzeichnet. Die Westküste ist vorwiegend felsig und der Meeresboden fällt steil ab, während er an der Ostküste seichter ist und maximal eine Tiefe von 50 Metern erreicht. Das Innere der Insel besteht aus Granitblöcken, die von mediterraner Macchia bewachsen sind. Hiervon hat gut 678 endemische Arten gezählt. An einer vor dem Wind geschützten Stelle befindet sich ein Wald von Steineichen.
Unter den zahlreichen Tierarten gibt es Hasen, Muflons, Korsika- und Silbermöven, das sardische Rebhuhn, den Wanderfalken, Bussarde und andere Vogelarten. Sehr artenreich ist auch die Meeresfauna. Um 1700 wurde von den ersten Bewohnern der Insel der kleine sardische Esel mit hellem Fell eingeführt, von dem hier es noch einige Exemplare gibt.
Am Golf von Asinara liegt mit Blick auf die Insel das touristisch erschlossene Stintino. Der Strand La Pelosa ist auf der ganzen Welt berühmt für seine tropische Schönheit. Der Ort verfügt über eine bemerkenswerte Hotelstruktur und einen kleinen Hafen.

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MONTE LIMBARA

Von zweithöchsten Berg Sardiniens hat man einen herrlichen Blick über den Norden der Insel bis hin zu den schneeweißen Gipfeln von Korsika. Die Granitfelsen und Wänden sind mit üppiger Vegetation bedeckt, die vorwiegend, neben einigen endemischen Arten, aus Stein- und Korkeichen, Erdbeerbäumen, Mastix und Erika besteht.
Die Tierwelt bietet verschiedene Arten von großer Bedeutung: das sardische Rebhuhn, den Wanderfalken, den Habicht, die Gabelweihe und den Kolkraben. Außerdem lebt hier noch die Zwergtrappe. Unter den Säugetieren finden sich Marder, Wildschwein und Wildkatze. Leider hat der Mensch diesem Steinkoloß stark zugesetzt: Ganze Wälder wurden durch Brände und Holzkohlegewinnung zerstört, herrliche Felsenformationen wurden in Steinbrüche verwandelt und schließlich hat wahllose Jagd die Bestände an Hirschen, Damhirschen und Muflons stark reduziert.
Trotz seiner außergewöhnlichen Schönheit wurde das von Tempio Pausania zu erreichende Gebiet noch nicht zum Naturschutzreservat erklärt.

 

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