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Sammlungen und Museen
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Provinz: CA
Ort: Arbus
Name: sardisches Messermuseum
Das Museum befindet sich in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Haus, das sich in vier Säle
aufteilt. Im ersten sind ungefähr hundert antike Messer ausgestellt, die die Geschichte des
sardischen Messers dokumentieren. Im zweiten befinden sich die Messer der bekanntesten sardischen
Messerhersteller. Im dritten Saal sind Einzel- und Sammlerstücke zu bewundern und im vierten Saal
gibt es eine Rekonstruktion einer alten Schmiede mit Werkzeugen, die bis ins 14. Jahrhundert
zurückreichen und einem Amboß aus dem 17. Jahrhundert. Außerdem gibt es eine Sammlung von Bildern
und Skulpturen zum Thema Messer. Hervorzuheben ist das größte Klappmesser der Welt, das auch seit
1986 im Guinnes-Buch der Rekorde eingetragen ist, und ein sardisches oder busakesisches Messer
(leppa) aus dem 16. Jahrhundert.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: Clemente-Sammlung anatomischer Wachsfiguren
Die Sammlung besteht aus 23 anatomischen Wachsfiguren, die von den Experten dem in voller
artistischer Blüte stehenden Clemente Susini zugewiesen und die zu den schönsten der Welt gezählt
werden. Die perfekte und detailgetreue anatomische Nachbildung, die in den vorangehenden Werken des
Künstlers fehlt, läßt sich in der besonders realistischen Nachbildung der durch den Künstler
festgehaltenen Totenmasken nachvollziehen. Der Auftraggeber dieser Wachsfiguren war der Vizekönig
Carlo-Felice. Die Vermittlung des Auftrags, von 1801 bis 1805, erfolgte durch den Anatomieprofessor
Francesco Antonio Boi. Die Figuren wurden in Florenz modelliert, wo der Professor den Autopsien
beiwohnte, die die Vorlage für die Wachsfiguren lieferten.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: Kommunale Kunstgalerie
Die Galerie befindet sich in einem Gebäube mit einer neoklassischen Fassade (1828), die zum Teil
noch aus dem 18. Jh. stammt. Hier werden eine wichtige Sammlung der Werke sardischer Künstler aus
dem 20.Jh., eine namhafte Sammlung zeitgenössischer Kunst, die ethnographische Sammlung Manconi
Passini mit handgearbeiteten, fein durchwirkten Trachten (Ende 18. Jh. bis Hälfte 20 Jh.) und eine
beachtliche Sammlung verschiedener Werke aufbewahrt, die unterschiedlichste Techniken zum Ausdruck
bringen und die vorwiegend aus dem 20. Jh. stammen. Die Sammlungen werden zyklisch ausgestellt.
Dagegen ist die Sammlung Ciusa eine Dauerausstellung. Unter den wichtigen und wertvollen
Originalwerken von Francesco Ciusa befindet sich auch die Pietà, eine wichtige Entdeckung der
letzten Zeit. Zur Dauerausstellung gehört auch die Sammlung zeitgenössischer Kunst, die zum größten
Teil in den siebziger Jahren aufgebaut wurde.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: Archäologisches Nationalmusuem
Das Museum enthält Exponate, die sich zwischen der Vorzeit und dem Hohen Mittelalter ansiedeln
lassen. Besonders vertreten sind die Gegenden von Sarrabus-Gerrei, Marmilla, Trexenta, Campidano,
Sulcis-Iglesiente, Oristano, Barigadu und Montiferru.
Es gibt Fundstücke aus dem frühen Neolithikum (Su Carroppu - S irri - Carbonia), aus dem mittleren
Neolithikum (Cuccuru s´Arriu in Cabras) und aus der frühen Bronzezeit. Aus der Nuraghenzeit finden
sich die Votivgaben von Su Benatzu in Santadi, Santa Vittorio in Serri, Sant´Anastasia in Sardara,
Sianeddu in Cabras und Molinu in Villanovafranca.
Bemerkenswert sind auch die Bronzefiguren aus Abini in Teti und Santa Vittoria in Serri mit ihrem
weiten Fächer an figürlicher Thematik und magischen Ritualen.
Sehr eindrucksvoll nachempfunden ist der Tophet aus Tharros aus der phönizisch-punischen Zeit. Auf
einem Sandfeld sind Urnen, Säulenstümpfe und Stelen verteilt. Aus der römischen Zeit sind
dünnwandige Vasen und Gebrauchskeramiken ausgestellt. Aus der römischen Siedlung bei Olbia kommen
die Abbilder der römischen Imperatoren Nero und Traian, eine Marmorurne und Aschebehältnis von
Claudia Calliste.
Außerdem gibt es den bemerkenswerten Grenzstein von Cugliari mit einer Widmung des Volkes der
Huddaddar. Aus der Spätantike (4. - 5- Jh.n.Ch.), als die Verbindungen zwischen dem afrikanischen
Kontinent und der Insel verstärkten, stammen versiegelte Keramiken wie z.B. reich verzierte
Öllampen aus Bronze mit christlicher Symbolik und Gebrauchskeramiken. Außerdem gibt es
Schmuckstücke und Ziergegenstände aus Bronze, Silber und Gold, die aus Grabbeigaben aus dem Hohen
Mittelalter kommen und an verschiedenen Stellen auf Sardinien gefunden wurden.
Weiterhin gibt es Modelle von der eintürmigen Nuraghe und den Gigantengräbern und die
Rekonstruktion eines phönizischen Grabes aus Bithia und Domusdemaria.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: Kräutermuseum
Kräuterbücher haben nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine historische Aufgabe, indem
sie oft ausgestorbene oder im Laufe der Zeit mutierte Pflanzen dokumentieren. Die Entstehung des
Kräutermuseums von Cagliari ist eng verknüpft mit der Gründung des Botanischen Gartens, aber seine
Neuordnung und Gliederung geht auf die fünfziger Jahre unseres Jahrhunderts zurück. Wegen seines
Umfangs und Wertes der Sammlung ist es in den Index Herbariorum eingetragen, der eine allgemeine
Kräutersammlung von zirka 30000 Exemplaren verschiedener Herkunft und 21000 sardischen Exemplaren
umfaßt. Dazu kommen noch eine Pilzsammlung, eine Sammlung Cecidothka Italica und eine
lichenologische und briologische Sammlung.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: sardisches Eisenbahnmuseum
In diesem Museum befinden sich die wichtigsten Zeitzeugnisse der sardischen Eisenbahngeschichte.
Sie begann 1860 mit der Gründung der königlich-sardischen Eisenbahngesellschaft (italo-englisch).
Die folgenden Arbeiten, die von der Gesellschaft und Benjamin Piercy geplant und durchgeführt
wurden, schufen zunächst in den Jahren von 1863 bis 1883 ein Streckennetz von 400 km mit normaler
Spurweite. Zwischen 1886 und 1897 wurde ein Zusatznetz in Schmalspur gebaut. Es finden sich
historische Fotografien, ein Telegraph der königlichen Eisenbahn, Triebwagen, Schienenteile,
Instrumente und verschiedene Dokumente, sowie Einrichtungsgegenstände von Zügen und Bahnhöfen und
Plastikmodelle.

Provinz: CA
Ort: Cagliari
Name: Anthropologisches und ethnographisches sardisches Museum
Das Museum, Institut seit 1953, besitzt eine große Schädelsammlung von der Vorgeschichte bis in die
heutige Zeit. Bemerkenswert sind ein vornuraghischer Schädel, 34 sardische Trachten, Mörser und
verschiedene Körbe und andere Behältnisse, archäologische Fundstücke, eine Sammlung von Votivgaben,
die aus der Kirche San Palmerio aus Ghilarza stammen, zwei Mumien, die aus einem unterirdischen
Friedhof der Vergine di Bonaria in Cagliari kommen und eine Reihe von hominiden Fossilien, die die
Entwicklung der Menschen illustrieren.

Provinz: CA
Ort: Carbonia
Name: Archäologisches Museum Villa Sulcis
Das Museum befindet sich in der renovierten, am Ende der dreißiger Jahre gebauten und von einem
weiten Park umgebenen Villa Sulcis, die einst Sitz des Direktors der Kohlebergwerke war. Die
Sammlung bietet einen erschöpfenden Einblick in die Lebensumstände des Sulcis, von der
Vorgeschichte bis hin zum Mittelalter, mit vorgeschichtlichen Fundstücken aus den Domus de Janas
vom Monte Corbu e Cannas, unterhalb von Carbonia. Weiterhin gibt es aus Dörfern, Grotten und
Nuraghen der Umgebung stammende Fundstücke aus dem Neolithikum, aus Vor- und Frühgeschichte, und
auch phönizische, etruskische und römische Zeugnisse. Man kann auch die Urnen und Stelen aus Tophet
des nahen Monte Sirai betrachten. Hierzu gibt es auch zwei multimediale Terminals.

Provinz: CA
Ort: Carbonia
Name: Paläontologisches und speläologisches Museum "E.A. Martel"
In dem Museum sind fossile Überreste aus dem Paläozoikum, dem Mesozoikum, dem Tertiär und Quartiär
untergebracht; z.B. der Elephans antiquus aus Gonnesa, der Eiszeithirsch aus Carbonia und die
Rekonstruktion des ausgestorbenen Nagers Prolagus Sardus. Außerdem gibt es eine speläologische und
biospeläologische Abteilung.

Provinz: CA
Ort: Domusnovas
Name: Ethnographische Ausstellung Sotgius
Die Sammlung dokumentiert mit über 800 Exponaten die landwirtschaftlichen Traditionen von
Domusnovas. Sie befindet sich in einem guterhaltenen, aus Stein gebauten "Furriadroxiu" aus der
ersten Hälfte des Jh. Es wurde als nächtlicher Unterschlupf der Weidetiere genutzt und besteht aus
einer "domixedda" mit festgestampftem Fußboden und einem mit Spreu bedeckten Hof. Im Innern der
"Dormixedda" wurden Brot, Käse und anderes Essen zubereitet und auch das Arbeitszeug des Kuhhirten
und die Behältnisse für den Milchtransport aufbewahrt. Hier stand auch der Webstuhl. Im Hof standen
dagegen die Werkzeuge für die Feldarbeit, den Weinanbau, die Pflege der Herde, das Entwöhnen der
Jungtiere, die Schmiede- und Schreinerarbeiten und es fanden sich auch die Meßbecher für das
Getreide, die Fallen und die Brenneisen des Viehs.

Provinz: CA
Ort: Fluminimaggiore
Name: Paläontologisches Museum von Fluminimaggiore
Hier finden sich Urfarne, Trilobiten, Brachiopoden, Tentakultiden, Briozoen, Echinodermen,
Weichtiere, Gasteropoden, Zefalopoden, Graptoliten, ein sehr schönes Exemplar des Scyfocrinines
excavatus und Krustentiere, die alle in Flußsedimenten gefunden wurden, in einer bestimmten
Gesteinesart, die eigentliche keine Fossilien ausweisen sollte. Ein nachempfundenes Aquarium stellt
die typische Umwelt des Paläozotikums nach. In den flachen und warmen Wassern lebten Krinoiden,
Kistoiden, Gastropoden und Brachiopoden.

Provinz: CA
Ort: Iglesias
Name: Mineralienmuseum von Iglesias
Das Museum befindet sich in einem Jugendstilgebäude aus den Anfängen des 20. Jh., das Sitz des
mineralogischen Instituts Asproni ist. Das 1871 geschaffene Institut zeigt eine der vollständigsten
Mineraliensammlungen, die es auf der Insel gibt. Zu sehen sind sowohl heimische als auch
fremdländische Mineralien, Modelle der Schürfkunst, Geräte zur Reinigung, für die Metallurgie und
zur Veredelung von pflanzlichen und tierischen Fossilien.

Provinz: CA
Ort: Pula
Name: Zentrum für umweltbewußte Erziehung in der Lagune von Nora
Das der umweltbewußten Erziehung gewidmete Zentrum besteht aus mehreren Bereichen. Das Aquarium
zeigt viele für das Mittelmeer typische Fischarten und ihre Rolle, die im Ökosystem Meer und Lagune
spielen. Im Benthos-Saal befinden sich Vertreter der Wasserfauna, die auf dem Meeresgrund leben,
und Wasserpflanzen, unter ihnen die Posidonia oceanica, die für die Erhaltung des empfindlichen
Meeresgleichgewichts verantwortlich ist. Im Audio-Video-Saal kann man sich über die Lagune, die
Gezeiten, den Fischfang und die Bestandserhaltung informieren. Ein Natur-Wanderweg auf der
Halbinsel Fradis Minoris gibt Informationen über das Ökosystem Lagune, die mediterrane Pflanzenwelt
und der Vegetation in Feuchtgebieten. Im Walfischpavillon gibt es ein Becken für gestrandete
Delfine und Meeresschildkröten.

Provinz: CA
Ort: Pula
Name: Archäologisches Museum von Pula
Das Museum hat seinen Sitz in einem alten Gebäude traditioneller Bauart mit zwei Stockwerken und
einem weiten Laubengang. Hier finden sich die die Fundstücke aus der antiken Stadt Nora und aus
deren Umgebung. Zuerst phönizisch, dann punisch und später römisch entwickelte sich Nora zwischen
dem 7. Jh. v. Chr. und dem 8 Jh. n. Chr. Dann zwangen die arabischen Überfälle die Bewohner, sich
in Hinterland zurückzuziehen. Die Ausstellung bietet einen Querschnitt durch die Lebensgewohnheiten
der Stadtbewohner, ihrer religiösen und Todeskulte. Vom phönizischen Tophet stammen die figürlichen
Stelen aus dem 5. bis 3. Jh. v. Chr.

Provinz: CA
Ort: Sanluri
Name: Museum des Risorgimento E.F. Duca d'Aosta
Das Schloß in Sanluri ist das noch einzige bewohnte mittelalterliche Gebäude Sardiniens. Nach der
Restaurierung 1925 wurde es in das Museum des Risorgimento umgewandelt und enthält eine wichtige
Sammlung, die der Herzog von Aosta, Emanuele Filiberto, den Sarden als Anerkennung ihres Wertes
geschenkt hatte. Die Sammlung umfaßt Handschriften und Bücher der sardischen Flotte (1720-1861),
von den Fronten am Carso und an der Piave (1915-1918), Dokumente zum italienisch-türkischen Krieg
(1911-1912) und dem italienisch-äthiopischen Konflikt (1935-1936), zum italienischen Faschismus und
zum Zweiten Weltkrieg. Zur Sammlung gehören auch ein umfangreicher Briefwechsel zwischen Nino Villa
Santa und Gabriele D'Annunzio, und 400 wertvolle Wachsfiguren aus der Toskana (16. - 19 Jh.)

Provinz: CA
Ort: Santadi
Name: Museumshaus Sa Domu Antiga
Das Museum befindet sich in einem Gebäude aus dem 19. Jh. und gleicht in seinem Aufbau und seiner
Struktur einem typischen Bauernhaus (furriadrioxius), wie man sie heute noch im Sulcitano findet.
Die Räume wurden ihrer ursprünglichen Funktion nach eingerichtet: Vorzimmer, Schlafzimmer mit zwei
für die Gegend typischen Truhen, Eßzimmer mit einem guterhaltenen Webstuhl, Küche mit Kamin,
gepflasterter Hof, Heuboden mit Holzofen und Platz zur Kornverarbeitung und zum Brotbacken, mit
Geräten zur Feldarbeit und zum Weinherstellen.

Provinz: CA
Ort: Sant'Antioco
Name: Archäologische Ausstellung von Sant'Antioco
Die Ausstellung stellt die wichtigsten Abschnitte in der historisch-kulturellen Entwicklung der
Stadt und der Umgebung von Sant'Antioco vom Neolithikum bis zum Spätrömertum dar. Sie beginnt mit
den Entdeckungen aus dem Neolithikum und führt dann weiter zu den wenigen Fundstücken aus der
Nuraghenzeit. Sehr wichtig sind die Zeugnisse aus phönizischer Zeit, die auf die Gründung von
Sulcis zurückzuführen ist (8 Jh. v.Chr.) als erste phönizische Ansiedlung auf Sardinien. Eine
Fototafel führt in die punische Phase der Stadt ein mit den jüngst entdeckten Löwenstatuen. Es
finden sich Gegenstände zur bürgerlichen Ansiedlung, aus dem täglichen und religiösen Leben.
Besonders reich und wertvoll sind die Grabbeigaben aus dem unterirdischen Friedhof von Is
Pirixeddus. Weiterhin finden sich Zeugnisse aus römischer Zeit (Geschirr aus den Siedlungen des
Sulci, erste Kaiserzeit) und den Totenkult betreffende Gegenstände (Friedhof aus dem 3.-4. Jh. n.
Chr.)

Provinz: CA
Ort: Sinnai
Name: Museum des sardischen Hirschen
Das Museum zeigt Fundstücke bezogen auf den, laut U.I.C.N. vom Aussterben bedrohten sardischen
Hirschen (Cervus elaphus corsicanus), einer Unterart des europäischen Hirschen. Es gibt
Hirschfelle, Geweihe verschiedenen Alters, Trophäen, Fotografien, Kartenmaterial, vollständige
Skelette und ausgestopfte Köpfe, sowie Dokumente über das Thema. Die Fundstücke stammen aus den
heutigen Ausbreitungsgebieten des Huftieres: dem Massiv Sette Fratelli, aus den Bergen des Sulcis,
aus Marina di Arbus und der Costa Verde. Es werden Videofilme über diese Hirschart, über die
Inselumwelt und über die Aktivitäten des A.F.D.R.S. gezeigt.

Provinz: CA
Ort: Villanovaforru
Name: Park und archäologisches Museum Genna Maria
Im Museum befinden sich die Fundstücke aus dem nahegelegen Nuraghenkomplex von Genna Maria und aus
dem umliegenden Gemeindegebiet und dem 25. Bezirk. Ein Grundriß illustriert die verschiedenen
Bauphasen von Genna Maria, vom einfachen Zentraltrum über den Aufbau des Dreipasses und die
Errichtung der Vormauern bis zur letzten Phase des Dorfes.

Provinz: NU
Ort: Aritzo
Name: Volkskundemuseum
Das Museum dokumentiert das Leben und Arbeiten der Waldarbeiter, Bauern und Hirten, aber auch das
der Handwerker und Händler, von der Barbagia di Belvi bis Mandrolisai. Dazu gehören die Trachten
(19.-20. Jh.) der Männer und Frauen, die im täglichen Leben, bei Festlichkeiten, zu Hochzeiten und
im Trauerfall getragen wurden. Eine bemerkenswerte Anzahl von Gerätschaften und Werkzeugen erinnert
an die Arbeiten im Wald, das Sammeln der Kastanien und Haselnüsse, an das Zusammentragen von Brenn-
und Nutzholz, an Tischlerarbeiten, an die Schnitzkunst für die Hochzeitstruhen, an die Herstellung
der Holzkohle und an das Wurzelziehen. Andere Gerätschaften erinnern an die Viehhaltung und
Milchverarbeitung, die Käseherstellung und an die Verwertung der Wolle. Interessant sind auch die
Werkzeuge zur Wachsverarbeitung und die der Holzprodukte des Wanderhandels von Aritzo.

Provinz: NU
Ort: Desulo
Name: Ethnographisches Museum Casa Montanaru
Das Museum befindet sich in dem erneuerten Haus, das einst Antioco Casula, mit Künstlernamen
Montanaru (1878-1957), gehörte. Er wird als der größte Lyriker der sardischen Sprache betrachtet.
Das Gebäude ist im typischen Stil des Dorfes erbaut und stellt Gebrauchsgegenstände des täglichen
Lebens und Arbeitens im Ort aus. Es finden sich auch die typischen Dorftrachten von Desulo, wie
z.B. die berühmten Frauentrachten mit ihren vielen Rotfarben, Seidenstickereien und dem Kopftuch
(su cuguddu). Die Herstellung der Trachten, die auch noch heute getragen werden, ist langwierig und
kompliziert.
Man kann außerdem noch die Bibliothek mit ihren etwa 1500 Büchern und das wertvolle Briefe
enthaltende Archiv besuchen.

Provinz: NU
Ort: Dorgali
Name: Archäologische Museum von Dorgali
Im Museum befinden sich die archäologischen Zeugnisse der Umgebung von Dorgali, unter ihnen Geräte
aus Obsidian und Kiesel aus dem dritten Jahrtausend v.Chr., Gefäße aus Ton und Geräte aus Stein aus
dem Spätneolithikum, Chalkolithikum und der Bronzezeit. Aus der Nuraghensiedlung Serra Orrios gibt
es einige Fundstücke, aus der Grotte Ispinigoli stammen Gegenstände aus Bronze und Silber, andere
wiederum aus Keramik, Bronze oder Bernstein kommen von verschiedenen Nuraghen um Dorgali. Die
Römerzeit hinterließ Öllampen, Vasen, Objekte aus Glas und Münzen und aus dem Mittelalter sind
einige Vasen erhalten.

Provinz: NU
Ort: Galtelli
Name: Ethnographisches Museum Casa Marras
Die Casa Marras ist die perfekte Nachempfindung eines Herrenhauses aus dem 18. Jh. Hier bekommt man
Einblick in alle Lebens- und Arbeitsbereiche, mit Ausstellung der Verarbeitungsmethoden für die
landwirtschaftlichen Produkte. Das Gebäude mit seinen zwei Stockwerken verblüfft durch seine
Funktionalität und Flexibilität seiner Räumlichkeiten, die der Familie optimales Arbeiten
erlaubten. Die Ausstellung verfügt auch über Trachten, Schmuckstücke, Wertgegenstände, typische
Teppiche und Wandteppiche der Gegend.

Provinz: NU
Ort: Laconi
Name: Museum der Menhir-Statuen von Laconi
Das Museum widmet sich der Archäologie des kommunalen Territoriums. In den Ausstellungsräumen
befinden sich unter anderem 40, zum Teil sehr große Monolithen, die die Entwicklung der
anthropomorphischen sardischen Bildhauerkunst dokumentieren. Die aus braunem Trachyt gemeißelten
menschenähnlichen Menhire, die Männer oder Frauen zeigen, stellen in ihrer Einfachheit die Helden
und Götter der Vornuraghenzeit und der Kupferzeit dar. Diese Epoche schuf die Voraussetzungen für
die Blüte der folgende Nuraghenzivilisation.

Provinz: NU
Ort: Nuoro
Name: Museum Deledda
Das Museum befindet sich im Geburtshaus der mit dem Nobelpreis für Literatur 1926 ausgezeichneten
nuoresischen Schriftstellerin Grazia Deledda (1871-1936). Das Gebäude wurde liebevolle restauriert
und zeigt heute die typischen architektonischen Eigenschaften eines, von wohlhabender Familie
geführten nuoresischen Herrenhauses des 18.Jh. Im Erdgeschoß wurde die Räume so eingerichtet, wie
sie im Roman Cosima der Schriftstellerin beschreiben werden. Die Einrichtung, die Gegenstände aus
dem Lebens- und Arbeitsbereich einschließt, stammt aus dem letzten Jahrhundert. Die anderen
Räumlichkeiten zeigen Dokumente zur Person Deleddas, ihre Korrespondenz, Information zum Kino und
Theater der Schriftstellerin, sowie inländische und ausländische Pressezeugnisse und natürlich auch
die Werke. Im zweiten Stock befindet sich das ihr Schlafzimmer mit persönlichen Gegenständen,
Autographen und einer Reproduktion der Verleihungsurkunde des Nobelpreises.

Provinz: NU
Ort: Nuoro
Name: Sardisches Volkskundemuseum
In dem Volkskundemuseum verfügt über zahlreiche traditionelle Kleider, Einrichtungsgegenstände aus
Holz, Stoffe und Teppiche, Schmuckstücke der Goldschmiede, Geräte und traditionelle Masken.

Provinz: NU
Ort: Seui
Name: Bauern- und Hirtenmuseum
Der Museumsweg beginnt in den alten und eindrucksvollen Vierteln des Dorfes an einem Jugendstilhaus
und führt dann zu einem Besuch im freiherrlichen Gefängnis.
In dem Gebäude befinden sich die historischen und kulturellen Zeugnisse der Dorfgemeinschaft von
Seui, dessen Bevölkerung vornehmlich als Hirten arbeitete, aber auch über eine reiche
Handwerkstradtion verfügt und vom Ende des 19. Jh. bis in die 50ger Jahre hinein mit dem
Anthrazitabbau beschäftigt war.
Der Besuch im freiherrlichen, von den Feudalherren eingerichteten Gefängnis läßt die
Lebensbedingungen der damaligen Häftlinge nacherleben. Seine Ursprünge gehen auf die Mitte des
17.Jh. zurück und es wurde noch vor nicht allzu langer Zeit benutzt. Es besteht aus einem
Aufenthaltsraum für die Wachen, getrennten Zellen für Frauen und Männer, einer Einzelzelle, einem
Versammlungsraum und dem Hof für den Freigang der Häftlinge.

Provinz: NU
Ort: Teti
Name: Archäologisches Museum
Das Museum ist dazu bestimmt, die aus dem 12. Bezirk stammenden Fundstücke aufzunehmen. Es gibt in
der Umgebung von Teti wichtige Nuraghensiedlungen, wie z.B. Abini und S'Urbale, die seit Ende des
letzten Jh. Ziel verschiedener Ausgrabungsgesellschaften sind. Aus der Siedlung von Abini stammen
viele Bronzestatuen (Beter, Bogenschießer, Krieger u.a.), die sich zum großen Teil in Cagliari
befinden. Das Museum zeigt nur einen kleinen Teil Fundstücke, z.B. Dolche, Votivschwerter und
anderes. Die anderen Vitrinen zeigen Material, das aus der Siedlung von S'Urbale stammt (mittlere
Bronze-, frühe Eisenzeit). In einem Teil des Saals wurde eine runde Hütte mit zentraler Feuerstelle
und abgetrenntem Ruhebereich im Originalmaßstab nachgebaut und mit zum verschiedenen Gebrauch
bestimmten Keramikgefäßen vervollständigt.

Provinz: OR
Ort: Arborea
Name: Archäologische Sammlung von Arborea
Die Sammlung entstand durch zufällige Funde, die im Laufe von Bodenarbeiten zu Beginn unseres Jh.
in der Gegend um Arborea, im besonderen bei S'Ungroni, Orri und Mussu Impera gemacht wurden. Es
gibt etwa 500 Fundstücke aus Keramik, Glas und Metall. Aus phönizischer Zeit stammen ein Krug aus
dem 4. Jh. v.Chr. uns sizilianische Münzen. Aus dem 2. Jh. v. Chr. stammen schwarz lackierte
Keramiken, tassenförmige Öllampen und Salbentöpfchen aus der römischen Kaiserzeit. Außerdem finden
sich viele Graburnen und Balsambehälter, bronzene Schellen und Münzen. Das Mittelalter tritt durch
Keramiken und Öllampen mit Kreuz und Monogramm hervor.

Provinz: OR
Ort: Cabras
Name: Stadtmuseum von Cabras
Das Museum, das nur zum Teil eingerichtet ist, befindet sich am Ufer des Teiches von Cabras und ist
in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die zum einen das Naturambiente und zum anderen die
menschliche Siedlungsgeschichte vom 4. Jahrtausend bis zum Mittelalter im Gebiet von Cabras, im
besonderen in Sinis zeigen. Weiterhin gibt es Fundstücke aus dem Tophet von Tharros und
nuraghische, punische und römische Steingegenstände aus Sinis.
Im Auditorium des Museums ist ein zum Befahren von flachen Gewässern geeignetes Riedboot
ausgestellt.

Provinz: OR
Ort: Ghilarza
Name: Dokumentations- und Forschungszentrum Gramsci
Das Museum befindet sich in einem Gebäude aus Basalt und liegt in der Altstadt. Hier lebte zwischen
1898 und 1914 Antonio Gramsci (Ales 1891-Rom 1937), Mitbegründer der kommunistischen Partei
Italiens und einer der großen politischen und intellektuellen Denker unseres Jahrhunderts. 1926
wurde er als Antifaschist verhaftet, 1928 verurteilt und ins Gefängnis von Turi bei Bari gesteckt,
wo er bis zum November 1933 blieb. Im Museum, das auch über ein Tonarchiv verfügt, sind Bücher und
Dokumente über den Arbeiter, über Sozialismus und Marxismus und die Werke Gramiscis ausgestellt.
Außerdem finden sich persönliche Gegenstände, Bücher und Hefte, die dem Philosophen gehörten. Im
oberen Stockwerk gibt es auch ein historisch eingerichtetes Schlafzimmer.

Provinz: OR
Ort: Masullas
Name: Mineralien- und Fossilienausstellung Stefano Incani
Die Sammlung besteht aus etwa 1.800 hauptsächlich sardischen Fossilien (wirbellos und Wirbeltiere)
aus dem Kambrium und Holozän: Dendroiten aus Goni und Fluminimaggiore, Archeocitaden aus dem
Iglesiente, Abdrücke von Fischen, Knochen der Wildkatze aus Laconi, und Knochenteile aus Carbonia.
Außerdem gibt es fossile Pflanzen: Baumstämme und Abdrücke von Baumstämmen aus verschiedenen
Epochen und Gebieten Sardiniens, -Blätterabdrücke und fossiles Moos. Die überwiegend sardischen
Mineralien und im besonderen jene aus der Umgebung von Masullas gehen bis ins Kambrium und Silur
zurück, unter denen sich auch ein flacher pseudohexagonaler Kalkspat als eine sehr seltene
Kristallisierung befindet.

Provinz: OR
Ort: Oristano
Name: Antiquarium von Arborea
Das Antiquarium entstand 1938 durch den Ankauf der Sammlung Pischedda, größte Privatsammlung auf
Sardinien, durch die Stadt Oristano. Das Museum besteht aus mehreren Abteilungen, die in ihrer
Gesamtheit einen Überblick über die archäologischen Vorlieben der Oristaner seit dem 18. Jh. geben.
Der Rundgang erfolgt auf zwei Ebenen. Das Erdgeschoß ist den temporären Ausstellungen vorbehalten,
während das Obergeschoß die Dauerausstellungen zeigt. Im archäologischen Saal befinden sich die
Sammlungen Pischedda und kleinere, die aus Fundstücken von Sinis und Tharros besteht. In der Mitte
befindet sich ein Moell von Tharros (Beginn 4. Jh. v. Chr.). Auf der Galerie befinden sich die
kleineren Ausstellungen mit dem phönizischen Reiter von Tharros.
In der Pinakothek gibt es Retabel der katalanischen Maler Pietro Cavaro (1533) und Antioco Mainas
(1565). Im Richtersaal befinden sich zwei Schriftstücke des arboresischen Richters Mariano II (Ende
12. Jh.) bezüglich dem Turm- und Stadtmauerbau von Oristano, sowie weitere Schriftstücke und Wappen
der spanischen und sabaudischen Stadt.

Provinz: OR
Ort: Santulussurgiu
Name: Landwirtschaftlich-technisches Museum
Das Museum befindet sich in einem, erst kürzlich restaurierten Herrenhaus aus dem 17. Jh. Hier sind
Arbeitsgeräte und Gegenstände aus dem täglichen Leben der Dorfbewohner ausgestellt

Provinz: OR
Ort: Tadasuni
Name: Musikaliensammlung Don Giovanni Dore
Die wertvolle Sammlung dokumentiert Tänze, Klänge und typische Gesänge der verschiedenen Regionen
der Insel. Das musikalische Repertoire reicht von ältesten Musik- und Rhythmusinstrumenten bis zu
ein- oder mehrstimmigen Gesängen. Etwa 400 Instrumente umfaßt die Sammlung, unterteilt in die vier
klassischen Familien: Blasinstrumente, die am zahlreichsten vertreten sind (darunter auch die
Launeddas); Seiteninstrumente ( unter ihnen die Serragia, eine Art Violoncello, und die Cannada,
bestehend aus einem interessanten Klangkörper aus Metall); Trommeln (Unter ihnen der Scorriu aus
Kork, der von den Banditen benutzt wurde, um die Feinde aus dem Sattel zu werfen.); und Idiophone,
wie Becken, Gongs u.ä. (unter ihnen auch die Rasseln für die Karwoche).

Provinz: SS
Ort: Alghero
Name: Mare Nostrum Aquarium
Das Aquarium zeigt in Dauerausstellung die Fauna von Salz- und Süßwasser, die typisch für den
Mittelmeerraum ist. Zu sehen sind die wichtigsten Fische und Weichtiere. Ein Teil der Ausstellung
widmet sich den Süßwasserfischen und Reptilien.

Provinz: SS
Ort: Castelsardo
Name: Museum der mediterranen Flechtkunst
Das Museum hat seinen Sitz auf der eindrucksvollen Burg, die in den ersten Jahren des 12.Jh. von
der Familie Doria als strategisch wichtiger Teil des genueser Verteidigungssystems auf der Insel
gebaut wurde. Hier befindet sich ein Dokumentationszentrum der handwerklichen, für den
Mittelmeerraum typischen Flechtkunst mit Pflanzenfasern und den täglichen Gebrauch dieser Produkte.
Im besonderen werden sardische Erzeugnisse ausgestellt.

Provinz: SS
Ort: Caprera
Name: Nationales Garibaldi Museum
Das Museum besteht aus mehreren Gebäuden, die früher zum Besitz Garibaldis gehörten. später wurden
sie an den italienischen Staat abgetreten, der sich dann um die Restaurierung in Jahr 1978
kümmerte. Der Held zog sich 1857 endgültig nach Caprera zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Der Besuch des Museums beginnt im Stall und führt von dort in das Haus, in dem sich außer den
Möbeln, Waffen und Fahnen des Helden auch noch seine Kutsche befindet. Vom Haus aus kann man dann
zum Grab Garibaldis und zum kleinen Familienfriedhof gehen. Außerdem kann man die Schiffe
besichtigen, die die sardische Marine 1860 dem General und 1881 seinem Sohn Manilo schenkte.

Provinz: SS
Ort: La Maddalena
Name: Archäologisches Schiffsmuseum Nino Lamboglia
Fast einmalig auf seine Art ist das Museum dem berühmten römischen Schiff gewidmet, das um 120
v.Chr. bei der Insel Spargi unterging. Das Schiff transportierte Hunderte von Weinamphoren und
Tischgeschirr, deren Export eine der tragenden Säulen des damaligen italischen Wirtschaftssystems
im 2. und 1. v.Chr. darstellte. Die Fundstücke der Ausrüstung von Schiff und Besatzung liefern
interessante Daten über die Organisation der römischen Handelsschiffahrt. Das Wrack hingegen bildet
einen chronologischen Angelpunkt für die Herstellung und den Export vieler Güter dar. Hauptobjekt
der Ausstellung ist der Nachbau im Querschnitt des Schiffskörpers in Originalgröße mit 202
Amphoren, die beispielhaft das Verladesystem zeigen. Bemerkenswert sind auch die Ankerblöcke aus
Blei und andere Fundstücke vom Meeresboden um die Inselgruppe. Sie bezeugen die Vorliebe für die
Straße von Bonifacio als Schiffsroute von Italien ins westliche Mittelmeer und nach Nordafrika
zwischen dem 4. Jh. v.Chr. und dem 3. Jh. n.Chr.

Provinz: SS
Ort: Ozieri
Name: Archäologisches Museum von Ozieri
Das Museum befindet sich im Kloster der Minori Osservanti, das aus dem 16. Jh. stammt und sich der
Archäologie der Gegend um Ozieri widmet.

Provinz: SS
Ort: Perfugas
Name: Archäologisches und paläobotanisches Museum von Perfugas
Das Museum ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt: Paläobotanik, Paläolithik,
neolithisch-chalkolithisch, nuraghisch und klassisch-mittelalterlich.

Provinz: SS
Ort: Porto Torres
Name: Antiquarium Turritano
Das Antiquarium, das sich nahe der archäologischen Stätte, des sogenannten Palazzo Re Barbaro
befindet, stellt die aus der römischen Stadt Turris Lybissonis stammenden Fundstücke aus.

Provinz: SS
Ort: Sassari
Name: Archäologisch-ethnographisches Museum Giovanni Antonio
Das 1878 eingerichtete Museum umfaßt eine bemerkenswerte archäologische Abteilung mit Fundstücken
die vor allem aus dem Gebiet der Provinz Sassari stammen, sowie eine Pinakothek und eine
ethnographische Sammlung.

Provinz: SS
Ort: Sassari
Name: Museum der Brigata sassari
Das Museum befindet sich in der Kaserne Lamarmora, die im letzten Jahrhundert an der Stelle gebaut
wurde, wo früher eine aragonesische Burg stand. Es ist in fünf Säle unterteilt und widmet sich der
Geschichte und der Erinnerung der Brigata Sassari. Diese war eine taktische Einheit, die sich im
Ersten Weltkrieg auszeichnete (1915-1918). Unter den Offizieren befanden sich Emilio Lussu und
Alfredo Graziani. Beim Besuch des Museums kann man den maßstabsgetreuen Nachbau eines
Schützengrabens bewundern, so wie er während der militärischen Operationen von der Brigata Sassari
ausgebaut wurde. Außerdem gibt es Kartenmaterial, Dokumente, Schriftstücke, Uniformen und
Fotographien.

Provinz: SS
Ort: Sassari
Name: Geo-mineralisches Museum Aurelio Serra
Die Ausstellung umfaßt intrusives und Effusivgestein, das aus Sardinien und anderen Erdteilen
kommt. Weiterhin finden sich Fossilien, Stratigraphien vornehmlich sardischen Territoriums, sowie
industriell gebrauchte Gesteine und Sandsorten aus Tunesien, Lybien, Marokko und Sardinien.
Außerdem kann man Mineralien aus allen Erdteilen besichtigen, die von ästhetischem und
kristallographischem Wert sind, und eine Sammlung historischer Mikroskope und synthetischer
Kristalle für Lehrzwecke.

Provinz: SS
Ort: Stintino
Name: Thunfischmuseum Il ricordo della memoria
Das Museum besteht aus Ausstellungsblöcken, die den Besucher auf seinem Gang führen. Äußerlich
erinnern sie an die traditionellen Häuser von Stintino, im Innern gleichen sie jedoch dem Netz der
Tonnara, einer Großfanganlage für Thunfische, die sogenannte "Insel", die jedes Jahr während der
Fangsaison in die nahe beim Dorf gelegenen Salinen ausgebracht wurde. Der Besucher muß also dem
Lauf des Thunfisches innerhalb des Netzes folgen, von der Eingangs- bis zur Todeskammer. Dabei
erlebt er die verschiedenen wirtschaftlichen, menschlichen und psychologischen Aspekte, die mit der
Tonnara in Verbindung stehen.

Provinz: SS
Ort: Torralba
Name: Museum des Nuraghentals von Logudoro-Meilogu
Das Museum zeigt in seinem ethnographischen Teil Ausstellungen zu zeitgenössischen Thematiken. Im
archäologischen Teil sind viele Fundstücke aus dem Nuraghenkomplex von Santu Antine in Torralba und
andere aus der Gegend des Logudoro und Meilogu zu sehen. Die Nuraghenburg, deren Spuren von der
mittleren Bronzezeit bis zur Eisenzeit reichen, ist im Modell zu betrachten.
Im Steingarten befinden sich viele Meilensteine aus 3. und 4. Jh. n. Chr., die aus Torralba
stammen. Durch die lassen sich die verschiedenen Haupt- und Nebenstraßen der Gegend nachzeichnen,
und natürlich auch die größte Straße, die die drei wichtigsten Häfen der Insel miteinander verband:
Ulbia, Turris Lybissonis und Karales.

Provinz: SS
Ort: Viddalba
Name: Archäologisches Museum von Viddalba
In den Museum finden sich die archäologischen Zeugnisse der Gegend von Viddalba. Neben Gegenständen
wie Vasen, Amphoren, Grabbeigaben, Äxten und Münzen finden sich sich auch etwa 80 Steinstelen, die
von der Grabstätte San Leonardo stammen. Dort waren sie teilweise in den Sand eingegraben und gaben
so Hinwies auf die auf das Ende des ersten Jh. v.Chr. datierten Urnengräber. Die rechteckigen oder
trapezförmigen Grabsteine sind mit Palmenzweigen verziert, die menschenähnliche Figuren einrahmen.
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